umbra+dor, Berlin / Kalenderprojekt Typomoon, 2025 / Gastbeitrag zu einer prominenten Person der Zeitgeschichte zum Vollmond-Tag 24. November 2026 / Das Tableau ist eine Hommage an den niederländischen Philosophen Baruch de Spinoza, 1632–1677. Der Philosoph hat in seiner Zeit so sehr schockiert, weil er nicht in Bezug auf Transzendenz oder Werte, sondern in Bezug auf affektive Mechanismen dachte. «[…] Der deterministische Denker Spinoza versichert, dass »der Mensch kein Imperium innerhalb eines Imperiums ist«. Aber warum hat Gott den Menschen keinen freien Willen gewährt? Diese Frage markiert eine weitere Übertretung des Denkers. Denn Gott, so Spinoza, stehe nicht außerhalb der Natur. Gott ist in der Tat ein und dasselbe mit ihr (Deus sive Natura, »Gott oder Natur«) und hat daher keine nur ihm eigenen Eigenschaften wie Güte oder Macht. Für Spinoza besteht die Welt nur aus Natur als einziger Substanz, die in unendlich vielen Variationen dekliniert wird. Eben die »Eigenschaften« dieser Substanz, die ihr Wesen ausmachen. Geist und Materie sind eins. Spinoza ist somit einer der ersten Denker, der ein monistisches Weltbild verteidigt, in dem alles auf ein einziges Prinzip reduziert werden kann. Ganz im Gegensatz zum kartesianischen Dualismus, der die Seele vom Körper unterscheidet. […]» Aus: Philosophie Magazin – Online (https://www.philomag.de/philosophen/baruch-de-spinoza)